…und dann auch noch jubeln!?

Erst kam die Spanische Grippe, dann die große Depression. Damals vor knapp 100 Jahren. Heute kommt ein Virus und wir ahnen schon die wirtschaftlichen Folgen. Sie werden für uns alle einschneidend sein.
Die Fülle, die für uns so selbstverständlich war, wird es so vielleicht nicht mehr geben. Am härtesten wird es jene treffen, die jetzt schon auf dünnem Eis unterwegs sind. Aber wir alle haben Hände und haben Herzen und wir haben einen Gott, der mit uns das Beste teilt.

Vieles wird sich vielleicht in unserer Gesellschaft verwandeln. Aber Gott wird sich nicht abwenden von uns, daran glaube ich. Gott bleibt sich gleich, uns stetig zugewandt in inniger Liebe. Er ist und bleibt der treue Hirte, der mit uns durchs finstere Tal geht, durch eine Zeit, wo ich noch gar nicht sehe, wo der Weg endet, wo so mancher von uns nicht weiß, wie es weitergeht mit der Arbeit, mit dem Einkommen, dem Schulabschluss und der Ausbildung danach.

Es liegt zurzeit so vieles für uns im Ungewissen. Aber Gott ist da und er bleibt es auch. Der treue Menschenhirt.
Und jene, die ihm folgen, die bleiben jetzt auch da als Lehrer, als Seelsorger mit einem offenen Ohr. Als Gesprächspartner, per Videoschalte, am Telefon. Als Krankenpfleger und Ärztin, als Bürgermeister und Minister, als Mensch, der die Flinte jetzt nicht ins Korn wirft, sondern mit nach praktikablen Lösungen sucht. Dafür danke ich Gott.
Inmitten der Krise, im finsteren Tal, am helllichten Tag offenbart sich uns diese Güte. Gott ist gegenwärtig – heißt es in einem alten Lob- und Dankeslied. Er ist gegenwärtig mit seiner Menschenfreundlichkeit und in der Liebe und Zugewandtheit unserer Nächsten.

Jubilate! Jauchzet und jubelt! – so heißt der kommende Sonntag in unserem Kirchenjahr. Sein Name ist eine schöne Erinnerung inmitten der Krise zu Danken und zu Jubeln über die empfangene Güte, und sei sie auch noch so klein. Und unter uns gesagt, wer Danke sagen kann, der ist und bleibt doch immer eine Zierde!


Ihre Kristin Jahn, Superintendentin des Kirchenkreises Altenburger Land
Tel.: 0176-621 44 555

 

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