Es ist wieder Sonntag…

...Zeit für Gedanken über Gott und die Welt

Ein Mensch liegt am Straßenrand, nackt und halb tot geschlagen. Andere kommen die Straße entlang, sehen ihn und gehen weiter, erst einer, dann noch einer. Eigentlich unvorstellbar. Sie gehen einfach über ihn hinweg. Keiner bleibt stehen. Jesus erzählt diese Geschichte einem, der fragt, wer sein Nächster ist.

Es ist eine brutale Geschichte, die nachdenklich macht: Vielleicht sehen die, die vorbeigehen, den, der da liegt, gar nicht wirklich. Ich meine: Vielleicht kommt das Bild nicht vom Auge bis ins Herz. Vielleicht sind die Vorübergehenden in Gedanken gerade ganz woanders. Oder sie lassen das, was sie sehen, nicht an sich heran, weil es sie überfordert. Vielleicht denken sie auch, dass ja jemand anderes... So oder so – für den, der da liegt, läuft es auf das selbe hinaus.

Dann endlich bleibt einer stehen. Jesus sagt: Dieser sieht den Menschen am Straßenrand und lässt sich berühren. Das ist der Unterschied! Er lässt ihn sein Herz finden und dann kann er gar nicht mehr anders: Er unterbricht seinen Weg, wendet sich dem Niedergeschlagenen zu, berührt ihn und versorgt seine Wunden. Er ist dem, der seine Nähe braucht, zum Nächsten geworden.

Jesus sagt:
Geh hin und mach es ebenso!

Lebendiger Gott,
ich will mich berühren lassen. Hilf mir, dass ich mich nicht verschließe, wenn ich Not sehe. Öffne mich für die Menschen, denen ich begegne – öffne meine Augen, meine Ohren und mein Herz. Und dann gib mir Mut zum Handeln. Amen.

Bleibt behütet und offen!
Felix Kalder

 

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