Andacht zum Ostersonntag

von Pfarrer Peter Klukas aus Gößnitz

Jesus schleicht sich aus dem Garten Gethsemane. Klammheimlich macht er sich aus dem Staub. Das Morgengrauen ist der richtige Zeitpunkt. Seine Kameraden, die doch eigentlich bei ihm aushalten wollten, sind längst vor Erschöpfung eingeschlafen. Kein Mensch ist auf der Straße wegen des Kontaktverbots. Jesus flieht auf leisen Sohlen aus dem, was andere sich für ihn ausgedacht hatten. "Vater, dein Wille geschehe!" Das mag heute für jemand anderen gelten. Es wird höchste Zeit, dass er wegkommt.

Die Passionsgeschichte auf den Kopf gestellt. Merkwürdig, oder? Gottlob ist es anders gekommen. Jesus hat alles auf sich genommen: Die Schmach, die Schmerzen, den Tod.
Ich muss an die Pflegekräfte denken, an Ärztinnen, pflegende Angehörige, Mitarbeiter im Supermarkt, Polizisten und Eltern im äuslichen Schulunterricht. Sie laufen nicht davon. Sie halten aus, eine jede und ein jeder an seinem Platz. Das ist ein echtes Hoffnungszeichen.

Jesus ist auf der Zielgeraden. Gesagt ist vieles, getan eigentlich auch. Nur der große Showdown vor der Kulisse der Jerusalemer Altstadt steht noch aus. Doch in diesem Jahr wird Ostern anders sein als all die Male zuvor. Wir müssen alleine, ohne die Gemeinschaft mit den anderen im Gottesdienst an der Quelle des Lebens andocken. Die leergewordene Schale wollen wir uns füllen lassen mit Brot und Wein, mit Wachteln und Manna, mit Gold, Weihrauch und Myrrhe, mit ewigem Leben. Ostern 2020: ganz anders ersehnt und doch voll göttlicher Gnade.
Ich wünsche Ihnen zum Osterfest von Herzen die Erfahrung, dass die Lasten mit Anderen zusammen tragbar sind und dass Sie auch in der aktuellen Situation den österlichen Zuspruch empfangen und weitergeben können: "Der HERR ist auferstanden, ER ist wahrhaftig auferstanden!"

Gott, unser Vater,
durch deinen Geist sind wir miteinander verbunden im Glauben, Hoffen und Lieben.
Auch wenn wir in diesen Zeiten vereinzelt sind: Wir sind Teil der weltweiten Gemeinschaft deiner Kinder.
Lass wachsen unser Vertrauen in deine Nähe und in die Verbundenheit mit unseren Schwestern und Brüdern. Die erkrankt sind, richte auf.
Mache leicht die Herzen der Einsamen.
Den Verantwortungsträgern gib Weisheit und Mut.
Stärke die Frauen und Männer im medizinischen Dienst.
Unseren Geschwistern in der weltweiten Kirche stehe bei.
Uns allen schenke Ideen, unserer Verbundenheit Ausdruck zu geben.
egne uns, o Herr! Lass leuchten dein.
Angesicht über uns und sei uns gnädig
Segne uns, o Herr! Deine Engel stell um uns! Bewahre uns in deinem Frieden ewiglich!
Segne uns, o Herr! Lass leuchten dein Angesicht über uns und sei uns gnädig ewiglich!
Amen.

Gemeinsam - ein Gebet geht um die Welt
Wenn ihr Euch einreiht in die Gebetskette - dann postet es und teilt es.
Oder druckt das Emblem aus und
hängt es in euer Fenster und Auto.
Räumlich getrennt aber geistlich verbunden, das wollen wir damit zeigen.

 

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