Es ist wieder Sonntag...

…Zeit für Gedanken über Gott und die Welt.

Der französische Maler des 19.Jahrhunderts Leon Bonnat schuf ein bewegendes Bild der berühmten biblischen Gestalt des Hiob. Hiob ist sein schweres Leid anzusehen. Ein alter, gebrochener Mann schaut nach oben, Kopf und Hände wenden sich dem Himmel zu. Aber oben nur Dunkelheit, Finsternis und Leere. Er bekam eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Alles, was er lieb hatte, verliert er, wird ihm genommen. Dabei war Hiob ein frommer, rechtschaffener, gottesfürchtiger Mann. Jeder würde sagen: Das hat er nicht verdient. Er ringt mit Gott, er zürnt ihm, verklagt ihn, wirft ihm seine Ungerechtigkeit vor. Er wähnt Gott weit fort. Wenn er nach ihm sucht, kann er ihn nirgends finden. Aber er bleibt trotz alledem mit Gott im Gespräch und Gott bleibt mit Hiob inmitten aller Dunkelheit und Finsternis auf dem Weg.

Auch das ist unser Leben. Auf viele Fragen unseres Lebens finden wir keine Antworten. Das „Warum“ steht einfach so im Raum. Ich denke an Menschen, die gerade mit einem schweren Verlust fertig werden müssen und selbst schwer gezeichnet sind. Ich denke an Einsame und Orientierungslose, an Menschen ohne Boden unter den Füßen. Ihnen möchte ich zurufen: „Hofft auf ihn allezeit, schüttet euer Herz vor ihm aus, Gott ist unsere Zuversicht!“ Aber ich möchte nicht oberflächlich und banal sein. Manchmal möchte man einfach nur schweigend zuhören und die leeren Hände gen Himmel halten, wie Hiob auf dem Gemälde von Leon Bonnat.

Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht, hört er dein Gebet. Wenn dich Furcht befällt vor der langen Nacht, hört er dein Gebet. Er versteht, was sein Kind bewegt. Gott hört dein Gebet. Amen

Eine gesegnete Zeit wünscht Ihnen Ihre Pastorin Elke Schenk

 

Die Andacht zum Downloaden als pdf-Datei.

 

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