Es ist wieder Sonntag…

...Zeit für Gedanken über Gott und die Welt

Eines Tages bemerkte der König, dass er alt geworden war. Er rief seine beiden Söhne zu sich in die große Halle. „Bis zum Abend habt ihr Zeit“, sagte er, „diese Halle zu füllen.“ Er gab jedem einen Silberling. Das war nicht viel. „Wer es schafft, soll mein Nachfolger werden.“ Die beiden Söhne zogen los. Der Ältere kam an ein Feld, auf dem Bauern gerade Weizen droschen. „Ich gebe euch einen Silberling für die Spreu!“ Die Bauern waren froh, die Spreu los zu sein und brachten sie sogar ins Schloss. „Du kannst mich zum König machen“, rief der Ältere seinem Vater zu, „ich habe die Halle gefüllt!“ Aber der Vater wollte noch warten. Als es dämmerte, kam schließlich der Jüngere. „Räumt dieses nutzlose Zeug hier raus“, sagte er. Dann stellte er eine Kerze in die Mitte der Halle. Er zündete sie an. Warmes Licht füllte den ganzen Raum und ließ die Gesichter des Königs und der Söhne, der Diener und Mägde erleuchten. Der alte König lächelte: „Du bist mein Nachfolger!“

Im Evangelium bei Matthäus 5,14 sagt uns Jesus Christus: „Ihr seid das Licht der Welt.“ Wenn das so ist, was tun wir mit diesem Licht? Behalten wir es für uns, geben wir es weiter, füllen wir damit Räume? Räume, in denen wir uns aufhalten, zwischenmenschliche Räume? Ein Licht macht nur dann Sinn, wenn es leuchten kann. So erleuchtet es nicht nur unser eigenes Gesicht, sondern auch das anderer Menschen.

Herr Jesus Christus, Du sagst, dass wir das Licht der Welt sind. Aber zu oft schirmen wir unser Licht ab. Damit aber erfüllt es nicht seinen Zweck. Hilf uns, es leuchten zu lassen, davon abzugeben, es an andere
Menschen weiterzugeben. Nur so kann die Welt heller und freundlicher werden. Amen.

Bleiben Sie / bleibt erleuchtet!
Ihre / Eure Angela Poniatowski-Schmale

Die Andacht zum Downloaden als pdf-Datei.

 

Kirchenkreis
Altenburger Land

Superintendenturbüro

Geraer Straße 46
04600 Altenburg
Telefon: 03447/89580-12
Fax: 03447/89580-11
Email: kirchenkreis-altenburgerland@ekmd.de

 

Öffnungszeiten des
Superintendenturbüros

Zur Zeit auf Grund der Corona-Pandemie nur telefonisch und per Email erreichbar.