Andacht zum Palmsonntag - Die Extravaganz der Liebe - Markus 14,3-9

Das geistliche Wort zum Wochenende …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern:

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ostern wird in diesem Jahr anders. Das wissen wir nun spätestens seit dieser Woche, wenn nun das Kontaktverbot bis nach Ostern verlängert ist. Wir haben zu Ostern keine Gottesdienste, wenigstens nicht in den bisherigen Formen. Aber Ostern fällt nicht aus, sondern mit diesem Sonntag sind wir wieder auf dem Weg mit Jesus hin zum Kreuz. Wir sind mit ihm auf dem Weg vom „Hosianna dem Sohn David“ am Palmsonntag hin zu dem „Kreuzige ihn“ am Karfreitag.

In diesen letzten Tagen begegneten Jesus immer wieder Menschen, die von ihm in ihrem Leben Veränderung erfahren haben. Darunter war eine Frau, die tat ihm etwas besonders Gutes:
Jesus war in Betanien. Er war zu Gast bei Simon, dem Aussätzigen. Als er sich zum Essen niedergelassen hatte, kam eine Frau herein. Sie hatte ein Fläschchen mit Salböl dabei. Es war reines kostbares Nardenöl. Sie brach das Fläschchen auf und träufelte Jesus das Salböl auf den Kopf. Einige ärgerten sich darüber und sagten zueinander: »Wozu verschwendet sie das Salböl? Das Salböl war mehr als dreihundert Silberstücke wert. Man hätte es verkaufen können und das Geld den Armen geben.« Sie überschütteten die Frau mit Vorwürfen. Aber Jesus sagte: »Lasst sie doch! Warum macht ihr der Frau das Leben schwer? Sie hat etwas Gutes an mir getan. Es wird immer Arme bei euch geben, und ihr könnt ihnen helfen, sooft ihr wollt. Aber mich habt ihr nicht für immer bei euch. Die Frau hat getan, was sie konnte: Sie hat meinen Körper im Voraus für mein Begräbnis gesalbt. Amen, das sage ich euch: Überall in der Welt, wo die Gute Nachricht weitergesagt wird, wird auch erzählt werden, was sie getan hat. So wird man sich immer an sie erinnern.« - Markus 14,3–9 (BasisBibel)

Kennen wir nicht auch immer wieder solche Vorwürfe: „Muss das sein? Kann man das nicht für etwas besseres einsetzen?“ Wer hat nicht schon solche Vorwürfe gehört. Die Frau war eine Außenseiterin in der Gesellschaft. Sie hat durch Jesus Veränderung in ihrem Leben erfahren. Darum opferte sie ihm aus Dankbarkeit alles, was sie hatte. Die Menschen regen sich darüber auf. Sie betrachten das als eine Dummheit. Doch Jesus sieht es anders. Er sieht das Herz der Frau. Er sieht die Extravaganz der Liebe. Er sieht ihre Hingabe. So ist die Liebe, besonders die Liebe Gottes zu uns. Liebe scheint verschwenderisch zu sein, auch zu denen, die nicht lieben.

Gerade in diesem Tagen der Corona-Pandemie erleben wir es, was Liebe möglich macht. Wie Menschen erfinderisch sind und welchen Ideenreichtum es gibt, dass man zwar Abstand hält, aber doch den Kontakt zueinander nicht verliert. Vielleicht hat man jetzt auf einmal trotz Distanz wieder mehr Kontakt zueinander.

Gott war in seiner Liebe besonders verschwenderisch. Ihn hat es das Leben seines Sohnes gekostet. Jesus starb am Kreuz aus Liebe zu uns. Das wollen wir in dieser Woche besonders bedenken. Amen.

Es grüßt Sie herzlich Ihr Pfarrer Jörg Bachmann

1. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld
der Welt und ihrer Kinder;
es geht und büßet in Geduld
die Sünden aller Sünder;
es geht dahin, wird matt und krank,
ergibt sich auf die Würgebank,
entsaget allen Freuden,
es nimmet an Schmach, Hohn und Spott,
Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod
und spricht: »Ich will’s gern leiden.«

2. Das Lämmlein ist der große Freund
und Heiland meiner Seelen;
den, den hat Gott zum Sündenfeind
und Sühner wollen wählen:
»Geh hin, mein Kind, und nimm dich an
der Kinder, die ich ausgetan
zur Straf und Zornesruten;
die Straf ist schwer, der Zorn ist groß,
du kannst und sollst sie machen los
durch Sterben und durch Bluten.«

3. »Ja, Vater, ja von Herzensgrund,
leg auf, ich will dir’s tragen;
mein Wollen hängt an deinem Mund,
mein Wirken ist dein Sagen.«
O Wunderlieb, o Liebesmacht,
du kannst – was nie kein Mensch gedacht
- Gott seinen Sohn abzwingen.
O Liebe, Liebe, du bist stark,
du streckest den in Grab und Sarg,
vor dem die Felsen springen.

 

 

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