"Eine kurze, aber sehr intensive Zeit" - Superintendent Michael Wegner verabschiedet

Erstellt von Ilka Jost / Kurier |

"Eine kurze, aber sehr intensive Zeit" - Superintendent Michael Wegner verabschiedet Altenburg Sehr feierlich, aber auch etwas wehmütig, war die Stimmung am Sonntag in der Altenburger Brüderkirche, als Superintendent Michael Wegner aus seinem Amt verabschiedet wurde. Unter Glockengeläut und festlichen Orgelklängen, dargeboten von Kantor Philipp Göbel, erfolgte der Einzug von leitenden Geistlichen, Gemeindepfarrern und Vertretern des Kirchenkreises.

Die erste Hälfte des Festgottesdienstes mit Predigt lag noch in Pfarrer Wegners Händen. Danach „übernahm“ Propst Diethard Kamm, Regionalbischof der Propstei Gera-Weimar, und richtete seinen Dank an den scheidenden Superintendenten. Der wohl emotionalste Moment des Gottesdienstes war die Entpflichtung. als Michael Wegner vor dem Altar niederkniete und dem Regionalbi¬schof das silberne Amtskreuz zurückgab. Dieser wird es nun verwahren, bis ein Nachfolger gefunden und ins Amt eingeführt ist, voraussichtlich im September dieses Jahres.

Im Anschluss fand in der Taufhalle ein Empfang statt. Vor allem Mitarbeitende und Ehrenamtliche aus dem Kirchenkreis nutzten die Möglichkeit, sich persönlich zu verabschieden und kleine Erinnerungsgeschenke zu überreichen. Durch seine motivierende und unkomplizierte Art, auf die Menschen zuzugehen und Probleme anzupacken, war Michael Wegner im Altenburger Land sehr beliebt. Sehr positiv war beispielsweise die Zusammenarbeit mit Landrätin Michaele Sojka, die ein kurzes Grußwort sprach.

Auch Diakon Christoph Schmidt nutzte die Gelegenheit für einige Dankesworte, lag ihm doch die Arbeit des Diakonats sehr am Herzen. Dabei habe dieser immer wieder deutlich gemacht Ehrenamtliche als gleichberechtige Partner im Verkündi¬gungsdienst zu sehen und ihnen auf gleicher Augenhöhe zu begegenen, so Christoph Schmidt. „Die diakonische Arbeit unserer vielen Ehrenamtlichen, unter anderem im Arbeitslosengeld-II-Projekt und in der Flüchtlingshilfe, haben Sie aufgewertet und immer wieder wertgeschätzt. Danke für die vertrauensvolle, offene, konstruktive und auch Kritik vertragende Zusammenarbeit.“

Ähnlich lautet auch das Resümee von Michael Wegner: „Es war keine lange, aber eine sehr intensive Zeit, die von Anfang an von großer Offenheit geprägt war, auch den inhaltlichen Veränderungen gegenüber", so der 55-jährige Pfarrer. Er war im Herbst 2015 im Auftrag der Landeskirche nach Altenburg gekommen, sozusagen als „Helfer in der Not“.

Ilka Jost

Nachdruck Kurier Altenburg 08.04.2017

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